Monica Sennewald
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Interkulturelle Kompetenz

Anekdote Kreuzfahrtschiff. In einer erdachten Episode rammt ein Kreuzfahrtschiff mit internationalem Publikum einen Eisberg und beginnt langsam zu sinken. Da die Rettungsboote klemmen, gibt der Kapitän den Befehl, dass die Passagiere unverzüglich die Schwimmwesten anlegen und von Bord springen sollen. Nach zehn Minuten kehrt der Erste Offizier verzweifelt zurück und meldet: „Keiner ist bereit zu springen, was sollen wir tun?“. Da geht der Kapitän selbst von der Brücke und nach weiteren zehn Minuten sind alle Passagiere von Bord. „Wie haben Sie das denn bloß gemacht?“, fragt der Erste Offizier erstaunt. „Ganz einfach, mein Lieber“, sagt der Kapitän, „den Engländern habe ich gesagt, es sei unsportlich, nicht zu springen, den Franzosen, es sei schick, den Deutschen, dies sei ein Befehl, den Japanern, es sei gut für die Potenz, den Amerikanern, sie seien versichert, und den Italienern, von Bord zu springen sei verboten.“

„Jede Kultur, die eigene deutsche wie die fremde, hat ihre Besonderheiten entwickelt, um mit den verschiedensten Situationen im Leben fertig zu werden. Diese zu erkennen und in gegebenen Kontexten kulturadäquat einzusetzen, bedeutet kompetentes interkulturelles Handeln.“
(Alexander Thomas)

Fähigkeit. Kompetenz bezeichnet in diesem Zusammenhang die Fähigkeit,  in Situationen, in denen man mit Menschen aus anderen Kulturen interagiert, sensibel, reflektiert und produktiv handeln zu können.

Kombination Elemente affektiv, kognitiv, verhaltensbezogen. Nach Barmeyer (2003), den ich hier im Folgenden verkürzt wiedergeben möchte setzt sich interkulturelle Kompetenz aus Wissen und affektiver, emotionaler Einstellung bzw. kultureller Sensibilität zusammen. Sie sollte deshalb im Coaching-Prozess durch kognitive und emotionale Lernprozesse entwickelt bzw. weiterentwickelt werden. Ziel ist es, Kognitives und Emotionales im Rahmen interkultureller lnteraktionssituationen in Verhalten und Handlungen umzusetzen,
d.h. in interkulturelle Handlungskompetenz.